Artikel aus der Main Post vom 22.01.2012

Dank und Anerkennung für die Leistungen der Ehrenamtlichen

Carl-von-Heß'sche Sozialstiftung: Personalfeier im Seniorenzentrum St. Elisabeth

Dank für ehrenamtliche TätigkeitEhrenamtliche Arbeit: Dank und Anerkennung für ihren ehrenamtlichen Dienst nach teils jahrzehntelangem aktiven Einsatz sagten Landrat Thomas Bold (links), Marco Schäfer (rechts) und Heimleiterin Monika Müller (Zweite von rechts) den ehemaligen Aktiven Maria Pascher, Irmgard Topsnick und Helga Borst (von links). Foto: Hubert BreitenbachIhre große Dankbarkeit gegenüber der Leitung und dem Pflegeteam des Hauses äußerten Landrat Thomas Bold und Marco Schäfer, die Vertreter der Carl-von-Heß'schen Sozialstiftung, während eines gemeinsamen Personalabends im Seniorenzentrum St. Elisabeth.

Das vergangene Jahr war ein gelungenes Jahr für die Carl-von-Heß'sche Sozialstiftung, „weil alle in den verschiedenen Häusern hervorragende Arbeit geleistet haben“, sagte Bold. Die Wirkung dieser allseitig hervorragenden Arbeit sei nach außen nicht zu übersehen. „In den Häusern der Stiftung herrscht, wie auch hier in Münnerstadt, ein guter Geist, weil sich alle mit vollem Engagement einbringen.“

An den Koch des Hauses, Otto Wahler, und sein Küchen-Team gewandt, sagte Bold: „Gutes Essen und Trinken ist ein wesentlicher Bestandteil des Wohlbefindens. Dazu ein gutes Wort zur rechten Zeit hebt darüber hinaus die Lebensqualität enorm.“ Transparenz in der Pflege müsse sein, jedoch nicht so weit, dass es problematisch wird, betonte er. Dass das Klima im Haus stimmt, zeige sich nach außen insofern, als die Mitarbeiter meist über Jahrzehnte dem Haus die Treue halten. Viele arbeiten sogar nach ihrem aktiven Dienst noch ehrenamtlich weiter. Das Ehrenamt sei heute ein wesentlicher Bestandteil unserer Gesellschaft, unterstrich der Landrat. „Ich habe großen Respekt vor der ehrenamtlichen Arbeit und bin sehr dankbar dafür“, sagte er. Kollegiale Unterstützung gebe die Kraft dazu in psychischer und physischer Hinsicht.

Marco Schäfer zeigte sich im Rückblick auf das Jahr 2011 mit einer Auslastung des Hauses von mehr als 98 Prozent hochzufrieden. Die Zertifizierung mit der Note 1,2 zeige, dass Führung und Mitarbeiter an einem Strang ziehen. Ein besonderes Qualitätsmerkmal sei die ausgezeichnete Verköstigung der Senioren. Auch der Pflegedienst und die Leute von der Haustechnik seien überaus engagiert. „Versuchen wir, von den guten Neujahrs-Wünschen möglichst viel im Alltag umzusetzen.“

Schäfer erinnerte an den Artikel I des Grundgesetzes der Bundesrepublik, in dem die Würde des Menschen „unantastbar“ ist. Einen Menschen mache äußerlich sein aufrechter Gang und seine Sprache aus. Sind im hohen Alter der aufrechte Gang und die Sprache nicht mehr vorhanden, ist er dann etwa kein Mensch mehr, fragte er. Für solche Situationen habe Carl von Heß (1788-1872) vorgesorgt. In Münnerstadt werde deshalb professionelle und individuelle Pflege geboten, meinte der Stiftungs-Vorstand. Auch hob er die Leistung der hauptberuflichen Kräfte hervor und sprach den ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen seine Anerkennung aus.

Es sei ihr eine Freude, sagte Heimleiterin Monika Müller, langjährige Mitarbeiter zu ehren. In diesem Zusammenhang lobte sie ihr gesamtes Team und stellte fest: „Alle helfen einander in vorbildlicher Weise.“ Sie wünsche sich, dass ihre Mitarbeiter bei Unstimmigkeiten ihren Rat suchen.

Hausmeister Karl-Heinz Halbig halte durch seine Umsicht und Fachkompetenz den technischen Betrieb am Laufen und trage damit auch zur Lebensqualität der Bewohner bei, etwa indem er in diesen Tagen die Fernseher in den Zimmern der neuen Senderwahl anpasse.

Froh sei sie, dass Helga Borst, Maria Pascher und Irmgard Topsnick nach vielen Jahren im aktiven Pflegedienst jetzt ehrenamtlich weiterhin mit von der Partie sind, wann immer sie gebraucht werden. Diesen „treuen Seelen“ wolle sie in besonderer Weise danken und sie mit einem Präsent ehren.

Des Weiteren wurden für zehn-jährige Betriebszugehörigkeit geehrt: Monika Albert, Gertrud Mölter, Helene März und Bianka Müller. 15 Jahre dabei ist Christa Wilm. 20 Jahre Dienst an den Senioren tun: Edmund Haupt, Marlene Hellmuth, Marianne Pfisterer und Erika Ziegler und 30 Jahre Margit Schultheis.

hub (Hubert Breitenbach)

   

Jung und Alt backen gemeinsam

Vorschulkinder des Kindergartens und Senioren der Altenheime stechen Plätzchen aus

ButtergebäckButtergebäck: Nicole (links) und Johanna legen unter Anleitung von Renate Schiefer akribisch genau ein Förmchen neben das andere, während Erika Konheuser den Teig knetet und ausrollen hilft. Foto: H. Breitenbach

Seit dem Jahr 2000 arbeitet der Münnerstädter Kindergarten mit den beiden Altenheimen Juliusspital und Seniorenzentrum St. Elisabeth zusammen, sagte Iris Heid, Erzieherin am Kindergarten, anlässlich der gemeinsamen Vorweihnachts-Aktion „Plätzchenbacken“ im Seniorenzentrum St. Elisabeth.

Vorschulkinder hatten sich mit den Seniorinnen im Gemeinschaftsraum getroffen. Der teilfertige Teig musste noch geknetet, ausgerollt und das Buttergebäck mit den Förmchen ausgestochen werden. Die für die Kinder doch recht harte Arbeit des Knetens übernahmen die 74-jährige Erika Konheuser und Renate Schiefer, die als Fachkraft im Seniorenzentrum arbeitet, während die eifrigen Mädchen zum Ausrollen des Teiges mit einem Nudelholz hantierten.

Für die notwendige Dicke des Teiges müsste schon sie sorgen, meinte Renate Schiefer, denn die Kinder seien dazu nicht stark genug. Da war das Ausstechen mit den Sternen-, Mond-, Tannenbaum- und Engelförmchen schon etwas leichter. „Die Förmchen müssen genau aneinandergelegt werden“, meinte Nicole, die es ihrer Freundin Johanna zeigen wollte. Der interessanteste Moment für alle Beteiligten aber war, als die frisch gebackenen Butterplätzchen aus dem Ofen kamen.

Die Vorschulkinder besuchen in Gruppen jeden Monat einmal eines der Altenheime. „Hintergrund des Projektes ist das Miteinander von Alt und Jung“, sagt Renate Schiefer. Sie hat langjährige Erfahrung mit dem Jugendtreff der Senioren in ihrem Haus. Dabei wird gemeinsam gebastelt, gesungen, Gymnastik getrieben.

Der weitere Sinn der Zusammenkünfte ist, dass Kinder mit Leuten zusammentreffen, die ihre Uromas und Uropas sein könnten, und mit ihnen umgehen lernen, betont Kindergartenleiterin Iris Heid.

Denn in den heutigen Familien fehlten alte Menschen fast immer. Sie ist darüber hinaus der Meinung, dass sich die Senioren beim Umgang mit den Vorschulkindern möglicherweise an Begebenheiten in ihrem früheren Leben erinnern. Ein besonderer Effekt beim gemeinsamen Basteln und Singen sei jedoch die Abwechslung in ihrem Alltag, so Schiefer.

   

Artikel aus der Main Post vom 14.11.2011

Pfarrer Joachim Pennigs Einsatz für die Ökumene

Im Erzählnachmittag berichtete der evangelische Theologe von den Stationen und Vorbildern, die ihn prägten

Der evangelische Pfarrer: Joachim Pennig. Foto: Arnold NöthDer evangelische Pfarrer: Joachim Pennig. Foto: Arnold Nöth„Mit Leib und Seele evangelisch“ war der Vortrag beim Erzählnachmittag im Seniorenzentrum St. Elisabeth überschrieben, zu dem Münnerstadts evangelischer Pfarrer Joachim Pennig eingeladen war. Der recht zahlreiche Besuch deutete auf das Interesse der Besucher hin, zu erfahren, was sich hinter der Aussage verbirgt. Schließlich wirkt der evangelische Theologe Pennig in einer überwiegend katholischen Gegend. Alle waren überrascht über die Aussagen des stark ökumenisch orientierten Pfarrers.

Organisator Baldur Kolb hatte in der Begrüßung Pennigs auf den Ursprung des Wortes Evangelisch hingewiesen, das sich von der Verkündigung der Evangelien herleitet.

Pfarrer Pennig setzte bei seinem Vortrag mit den eigenen Wurzeln an, die bei den Großeltern teilweise in Zeitlofs in der Rhön liegen, bei Rothenburg, in Oberfranken und im Raum Salzburg.

Seine Eltern lebten in Würzburg, wo Joachim Pennig auch aufwuchs. Bereits der Vater hatte sich für die Ökumene eingesetzt, als er ins evangelische Hernsheim im Steigerwald versetzt wurde und dort dafür sorgte, dass auch einige andere Kinder die evangelische Bekenntnisschule besuchen durften. Das war prägend auch für Joachim Pennigs Leben, in dem ihm die Nähe und das Miteinander mit katholischen Gemeinden mehrfach begegneten. Er sei „Bürger in beiden Welten geworden“, sagt er im Rückblick.

In seinen jungen Jahren war er im CVJM tätig, studierte in Erlangen Theologie, wollte aber zunächst eigentlich Atomphysiker werden, bekannte Pennig. Wichtige Personen im Studium aber zeigten ihm einen Weg, auf dem er das Frömmigkeitsgefühl kennenlernte, wenn katholische und evangelische Gruppen zusammentrafen, dabei aber auch die ausgemachten Unterschiede zu unterscheiden wusste.

In Erlangen lernte er auch seine Frau kennen, die aus Coburg stammt. Mit ihr war Aschaffenburg die erste Station des jungen Vikars. Pennig lernte viele Gemeinden im Spessart kennen. Erfahrungen in den USA mit den vielen Glaubensunterschieden dort gaben weitere Anstöße, sich für die Zusammenarbeit der Konfessionen einzusetzen.

Es folgten Einsätze in der Oberpfalz in Sulzbach-Rosenberg, wo eine Kirche von beiden Konfessionen genutzt wird, im „evangelischen Kernland“ bei Uffenheim, sowie in Neu-Ulm, wo Pennig im Arbeitskreis christlicher Kirchen (ACK) erlebte, wie wichtig die Ökumene für die Konfessionen ist. Beim Ausflug nach Schweden wirkte die dortige evangelische Staatskirche auf ihn nach außen sehr katholisch.

   

Artikel aus der Main Post vom 27.10.2011

Ein Knipser mit viel Humor

35 Fotos aus dem Nachlass Werner Schuberts in der Kleinen Galerie

mp27102011Foto-Freaks unter sich: Fotokreis-Sprecher Johannes Becker, Horst Müller und Wolfgang Bayer (von links) erinnern sich an Erlebnisse mit Werner Schubert, aus dessen fotografischem Nachlass derzeit 35 Bilder im Seniorenzentrum St. Elisabeth zu sehen sind. Foto: Hubert Breitenbach(hub) Bis 30. November (täglich zu den Öffnungszeiten) zeigt die Kleine Galerie im Seniorenzentrum St. Elisabeth eine Auswahl des vielschichtigen Fotoschaffens von Werner Schubert.

„Mit dieser Ausstellung erinnern wir uns an Werner Schubert, unseren Fotofreund im Rhönklub-Fotokreis“, sagte der künstlerische Leiter der Kleinen Galerie, Horst Kreutz, in seinem Grußwort. Er habe aus dem Nachlass des Zahnarztes und begeisterten Hobby-Fotografen 35 aussagekräftige Bilder auswählen können aus allen Themenbereichen, die Schubert am Herzen lagen.

Leidenschaftlich habe er sich während seiner fotografisch aktiven Jahre den Themen Natur, Pflanzen- und Makrofotografie, Architektur, Porträt, Stillleben und Karneval gewidmet, sagte Kreutz. Die erste Fotoausstellung, die Schubert unter dem Dach des Rhönklub-Fotokreises mitgestaltete, war 1977 im Münnerstädter Rathaus zu sehen. Damals präsentierte er Natur- und Makrofotografie mit Schwerpunkt Erdorchideen aus der Region um Münnerstadt.

Nach 1981, in der Zeit der Verbandsfotografie im Fotokreis, sei die Individualität stärker in den Vordergrund gerückt mit dem Ziel, durch Themenaufgaben und themenbezogene Besprechungen Motive bildnerisch vielfältiger zu gestalten. Schubert wirkte gern mit bei der Ausrichtung von Ausstellungen auf Bezirks-, Landes- und süddeutscher Ebene.

Fotoabende im Felsenkeller

Höhepunkte im Fotokreis seien die humorvollen Geselligkeiten gewesen, die Schubert genüsslich zelebrierte, sagte Kreutz. Gern erinnere man sich an Fotoabende im Felsenkeller. Mit Schubert habe man Mitte des Jahres einen erfahrenen, liebenswerten Fotofreund verloren, dessen schelmische Bemerkungen man wohl bei vielen Gelegenheiten vermissen werde, so Kreutz.

Schubert habe sich immer nur als „Knipser“ bezeichnet, erinnert sich Toni Hiller. Deshalb habe er an Fotoabenden seine zur allgemeinen Besprechung gezeigten Dias trotz oft hoher Qualität auch immer nur als „Knipser“-Bilder vorgestellt. Schubert werde „durch seinen trockenen Humor unvergesslich bleiben“, stellte der Fotokreis-Vorsitzende, Johannes Becker, fest.

„Ich freue mich über die Kultur und die Lebensqualität, die durch die Kleine Galerie mit jeder neuen Ausstellung in unser Haus einzieht“, sagte Heimleiterin Monika Müller. Es sei eine Freude zu beobachten, wie Besucher ihre Verwandten in Rollstühlen an der Galeriewand vorbei schieben und über die Bilder sprechen. Besonders in den kommenden dunklen Wochen sei die Galerie ein Lichtblick im Haus.

   

Artikel aus der Main Post vom 15.10.2011

Ein Leben für die Kommunalpolitik

Erzählcaf´e mit Altbürgermeister Ferdinand Betzer

MÜNNERSTADT (eb) In die dritte Saison startete die Reihe der Erzählcaf ´es im Seniorenzentrum St. Elisabeth, zu der Organisator Baldur Kolb Altbürgermeister Ferdinand Betzer als Referenten begrüßen konnte. „Erinnerungen an früher“ sind diese Nachmittage überschrieben, so auch dieses Mal mit „Einem Leben in der und für die Kommunalpolitik“.

mp15102011Blick zurück: Ferdinand Betzer erinnerte sich im Erzählcaf ´e an die Zeit vor 40 Jahren. FOTO: ERHARD BEUDERTDas begann bereits 1966, als Ferdinand Betzer erstmals in den Stadtrat von Münnerstadt einzog und 1972 als jüngster Bürgermeister (CSU) mit 38 Jahren gewählt wurde. Die Junge Union war der Einstieg in seine politische Karriere, die ihn als ersten hauptamtlichen Bürgermeister gleich nach der kommunalen Gebietsreform 1972 forderte.

Die Eingliederung der Gemeinden nach Münnerstadt wurde am 17. Dezember 1971 beschlossen und trat Anfang 1972 in Kraft, blickte Betzer zurück. Viele Diskussionen gingen diesem „freiwilligen Zusammenschluss“ voraus, Betzer musste sich vor allem in Münnerstadt oft anhören: „Uns hat keiner gefragt“. Aber auch in den Ortsteilen gab es keine große Zustimmung. Nur kurz ging Ferdinand Betzer auf die vielen Investitionen im Stadtgebiet ein, heute würden kommunale Aufgaben durch starkes Engagement von Bürgern erleichtert, wie aktuell die Renovierung der Kreuzwegstationen im Münnerstädter Friedhof, die er bereits 1996, im Jahr seines kommunalen Schlussstrichs, in die Wege leitete – nach vier Amtsperioden als Bürgermeister. Betzer vergaß nicht, zahlreichen Mitstreitern, die ihn dabei begleiteten, nachträglich Dank zu sagen. Er zählte weiteres Bürger- Engagement auf, etwa beim Ausbau am Oberen- und am Jörgentor, am Verlobungstempel oder an der Schlegelwarte. Betzer streifte große Projekte innerhalb seiner Amtszeit – neben den Eingemeindungen ging es zum Beispiel um den Bau der Entlastungsstraße, um das Sportzentrum, die Hochwasserfreilegung, das Hallenbad und die Altstadtsanierung.

Die Hälfte des Vortrags widmete Betzer der Diskussion, bei der noch einmal die Gebietsreform, mit Beitritt von Burglauer und Strahlungen zum Landkreis Rhön-Grabfeld Thema war. Damals war ja sogar der Übertritt von Münnerstadt mit seinen Ortsteilen und darüber hinaus im Gespräch, um den Nachbarlandkreis zu stärken. Eugen Schmitt (SPD) aus Großwenkheim erinnerte sich als ehemaliger Stadtrat ebenso an die Zeit um 1972, er wusste auch die Leistungen Betzers trotz vieler Diskussionen zu würdigen. Beim Thema Kreuzweg-Renovierung, verbunden mit Dank an den Altstadtverein, kann sich Betzer eine Verlegung der Kreuzigungsgruppe vom derzeit oberen Rand des Friedhofs in die zentrale Mitte vorstellen, als Abrundung und Hervorhebung des dann wieder vorhandenen Gesamtkunstwerks

   

Artikel aus der Main Post vom 04.10.2011

Bazar mit Blüten und Blättern

Gut besuchter Pflanzenmarkt im Seniorenzentrum St. Elisabeth

 mp04102011Qual der Wahl: Bei so viel Auswahl ist es nicht leicht, das Richtige für Garten oder Balkon zu finden. Marion Zelenko (links) und Hans Masurek sind auf der Suche. Luise Meyer-Bieber (Mitte) berät sie. Foto: Breitenbach(hub) Pünktlich zum Erntedankfest veranstaltete der Obst- und Gartenbau-Verein (OGV) wieder seine Pflanzen-Tauschbörse im Seniorenzentrum. Mit einem üppigen Angebot an herbstlichen Zimmer- und Zierpflanzen, Früchten und Wurzelstöcken sowie Geschenkartikeln und Gebrauchsgegenständen für die herbstliche Blumen- und Gartenpflege, lockten die Organisatoren die Besucher. Und trotz des sommerlichen Herbstwetters reizte das bekannt reichliche Angebot Blumen- und Gartenfreunde zum Besuch, so dass die OGV-Vorsitzende Luise Meyer-Bieber gegen Ende des Marktes ihre Zufriedenheit ausdrücken konnte. Darüber hinaus lobte sie den leidenschaftlichen Einsatz von Theresia Kiesel, die zusammen mit ihren Helferinnen den Erntedankaltar in der Pfarrkirche wieder zu einem Schmuckstück gestaltet hatte.

„Die Pflanzenbörse, die immer anlässlich des Herbstfestes des Seniorenzentrums stattfindet, ist inzwischen zur guten Tradition geworden“, sagte Ehrenvorsitzender Karl Beudert. Während im sonnigen Vorhof des Heimes die Senioren mit Kaffee und Kuchen bewirtet wurden, herrschte im schattigen Pavillon zeitweise geschäftiger Tauschmarkt.

Gelegentlich ließen sich dort auch Senioren blicken. So entdeckte die fast 92-jährige Heimbewohnerin Emma Schmitt für ihr Zimmer eine Bromelie. „Ich hab Bromelien schon immer gern gemocht, weil sie so lang halten“, meinte sie.

Mehrere Besucherinnen fanden anerkennende Worte für die Veranstaltung und das reichhaltige Angebot. Inge Zeller aus Wiggensbach bei Kempten im Allgäu, die derzeit zu Besuch in Münnerstadt weilt, bezeichnete die Börse als „Super-Veranstaltung“. Der Münnerstädter OGV sei viel aktiver als ihr Heimatverein, merkte sie an und Meta Streit aus Hersbruck stellte fest: „Die Börse ist eine wunderbare Einrichtung mit viel Eigeninitiative.“ Auch aus dem Mund Münnerstädter Garten- und Blumenfreunde erhielten die Organisatorinnen lobende Anerkennung für die Ausrichtung des Tausch-Marktes. Beim Stöbern nach Zimmerpflanzen brachten Marion Zelenko und Hans Masurek ihre Begeisterung für das buntgefächerte Angebot zum Ausdruck.

   

Artikel aus der Main Post vom 11.08.2011

Ausstellung in St. Elisabeth weckt Erinnerungen

Sommerfest des Seniorenheims mit Eröffnung der Schau „Mein erster Schultag“

Schwungvoll: Die Senioren-Tanzgruppe aus Bad KissingenSchwungvoll: Die Senioren-Tanzgruppe aus Bad Kissingen(arno) Angehörige und Verwandte und viele Besucher und Gäste aus nah und fern feierten mit den Bewohnern des Kreis-Seniorenheims St. Elisabeth in Münnerstadt Sommerfest. Hatte es am Vormittag noch nach einem Reinfall mit Dauerregen ausgesehen, so kämpfte sich gegen Mittag die Sonne frei. Bei schönstem Wetter konnte zwischen Wohnheim und Fischteich gefeiert werden. War der Festtag mit einem Gottesdienst, umrahmt von der Frauensinggruppe der Liedertafel, begonnen worden, dem dann Frühschoppen und Mittagessen mit fränkischen Spezialitäten folgte, so stand der Nachmittag ganz im Zeichen von Unterhaltung. Die Seniorenband „Die Rebläuse“ spielte altbekannte Weisen und Stimmungslieder, manche Festbesucher schwangen gar die Tanzbeine oder sangen laut mit. Mit wehenden Röcken wirbelten die Frauen der Seniorentanzgruppe Bad Kissingen über die Freiluftbühne.

In St. Elisabeth wurde gleichzeitig wieder eine kleine Ausstellung unter dem Motto Erinnerungen eröffnet. Dabei ging es diesmal um das Thema „Mein erster Schultag“. Alte Schulbänke und -tische, Klassenfotos, Bücherranzen, Schulkleidung, Griffelbüchsen und Schiefertafeln mit anhängendem Schwämmchen, Schulbücher und -hefte aus längst vergangenen Tagen, Wandtafeln und Schaubilder und sogar historische Schreibmaschinen bildeten ein reizvolles Ensemble.

Erinnerungen: Emma Schmitt in der SchulausstellungErinnerungen: Emma Schmitt in der Schulausstellung Fotos: A. NöthHeimbewohnerin Emma Schmitt, 1919 in Reichenbach geboren, schaute sich die alten Schulutensilien aufmerksam an und erinnert sich dabei genau an ihren ersten Schultag im Jahre 1925. „Ja, bei uns hods aach scho a Schuildude gawa. Ower doa wor kee sou a Zaüch dinn bie haüdzudooch. Wos Nüdzliches und a poor selwer gebackde Rocks. Ower g‘freed hömmer uns orich, wallich meiner Sääl!“

Und die 92-jährige Seniorin erzählt weiter, dass sie gemeinsam mit weiteren neun Kindern damals in die erste Klasse kam. Ihr Lehrer Albert Wehner unterrichtete sieben Jahrgänge in einem gemeinsamen Schulraum. Emma Schmitt ist gerne in die Schule gegangen, hatte auch Freude an der zusätzlichen sogenannten Sonntagsschule und wäre am liebsten länger geblieben. „Also wallich, mir hods orich guid g‘falla!“

   

Artikel aus der Main Post vom 19.07.2011 von Hubert Breitenbach

Farbenfroher Sommer in der Kleinen Galerie

Ausstellung: Leuchtende schottische Landschaften von Gerhard Usbeck

SommerausstellungSommerausstellung: Großflächige Ölgemälde in der Kleinen Galerie im Seniorenzentrum St. Elisabeth bringen Atmosphäre ins Haus, sagte Heimleiterin Monika Müller (Mitte) beim Rundgang. Sie ließ sich die Landschaften vom Maler Gerhard Usbeck (links) und dem künstlerischen Leiter der Galerie, Horst Kreutz interpretieren. Foto: Hubert BreitenbachHeimleiterin Monika Müller zeigte sich fasziniert von der Farbenpracht der Ölbilder, die der Maler Gerhard Usbeck aus Thüringen in der Kleinen Galerie im Seniorenzentrum St. Elisabeth präsentiert. „Diese Bilder schaffen Atmosphäre in unserem Haus“, freute sie sich, eröffnete die Ausstellung „Landschaften in Schottland“ und bat Horst Kreutz, den künstlerischen Leiter der Galerie, die Werke zu interpretieren.

In seiner Laudatio schwärmte Kreutz geradezu von der intensiven Farbigkeit der Landschaftsformen, die sich zuweilen in einen dramatisch drohenden Himmel steigert. Die disziplinierte Farbabstufung erzeuge Stimmung in den landschaftlichen Momentaufnahmen.

Usbecks Malweise erzeuge bei näherem Betrachten der Bilder Spannung. Entsprechend arbeite der Künstler – mit einer sich aus solcher Spannung ergebenden Maltechnik. Usbeck nutze gekonnt Pinsel oder Spachtel. Seine Werke verrieten die Beachtung der Gesetzmäßigkeiten in der Bild-Malkunst. Der Maler entspreche nicht dem modernen Trend, der stark zum Oberflächlichen tendiere.

Die Sommer-Ausstellung „Landschaften in Schottland“ ist bis Mitte September täglich zu den normalen Öffnungszeiten des Hauses für jeden Besucher geöffnet. Alle großflächigen Ölgemälde sind verkäuflich, weitere Infos sind im Büro des Hauses erhältlich.

   

Artikel aus der Main Post vom 20.06.2011

Wie ägyptische Kinder ihre Welt sehen

Bildteppiche in der Kleinen Galerie im Seniorenzentrum St. Elisabeth

Kindliche Motive: Ergebnisse eines Kunstprojekts ägyptischer Kinder zeigt die Kleine Galerie im Seniorenzentrum St. Elisabeth. Foto:H. BreitenbachKindliche Motive: Ergebnisse eines Kunstprojekts ägyptischer Kinder zeigt die Kleine Galerie im Seniorenzentrum St. Elisabeth. Foto:H. Breitenbach(hub) Bis zum 20. Juli präsentiert die Kleine Galerie im Seniorenzentrum St. Elisabeth in Münnerstadt Kinderkunst aus dem Land am Nil. Der künstlerische Leiter der Galerie, Horst Kreutz, hat sie von einer Reise zu den Pyramiden mitgebracht, in Form von Wandteppichen und Fotografien. Als „Blumen der Wüste“ bezeichnet er die Abbildungen auf den kleinen Teppichen bei der Eröffnung der Schau.

Diese fiel zusammen mit zwei erfreulichen Anlässen im Seniorenzentrum, dem Geburtstag der Heimleiterin Monika Müller, die 61 wurde, und der Bekanntgabe der guten Note für das Haus durch den medizinischen Dienst. Dieser hatte dem Seniorenheim in Münnerstadt die Note 1,2 gegeben. Es herrsche eitel Freude an diesem Tag, meinte deswegen Monika Müller.

Zu den Pyramiden von Giseh strömen täglich Touristen in Scharen aus aller Welt, berichtete der künstlerische Leiter der Kleinen Galerie, Horst Kreutz. Aber nur wenige wüssten, dass unweit davon, in dem kleinen Dorf Harrania, seit 40 Jahren tagtäglich ein künstlerisches Werk von besonderer Art entstehe, das seinesgleichen in der Geschichte der Kunst suche. In der dortigen Werkstatt arbeitet der Pädagoge, Architekt, Glasbläser, Töpfer, Weber und Professor Ramses Wissa Wassef nicht nur an seinen eigenen Kunstwerken, sondern lässt die Dorfkinder an Webstühlen kreativ werden. Aus bunter Wolle weben sie Teppiche ohne Vorlagen. Dabei werde der Fantasie der Kinder freier Lauf gelassen, erzählte Kreutz. Beim Besuch der Werkstatt habe er festgestellt, dass die Einfachheit der Mittel und die Bewahrung der Tradition überzeugend im Ergebnis seien. „Nach meiner Meinung Kunsthandwerk im besten Sinne“, sagte Horst Kreutz.

Gearbeitet werde während der ganzen Woche, allerdings ohne Zwang und Überwachung. Dabei falle auf, wie begeistert die Kinder in dem Kunstprojekt bei der Sache seien, so Kreutz. Die Arbeiten seien keine Folklore. Bei intensiver Betrachtung der Teppiche überrasche die schier unerschöpfliche Einfallsflut, die Bildersprache auf den Teppichen der Kinder.

Kamele, Esel, Fische und Vögel in einem Kaktuswald etwa seien rhythmisch in die Gesamtdarstellung eines Dorfes eingearbeitet. Dabei zeige sich eine typisch kindhafte Denk- und Arbeitsweise, indem sie alle Tiere in einer Richtung laufen lassen, Häuser, Kakteen und Vögel in ähnlicher Art darstellen, so Kreutz.

Andere Themen, die die Kinder beim Weben aufgreifen sind zum Beispiel Szenen aus Märchen oder Segelboote auf dem Nil und anderes. Alles in allem bezeichnete Horst Kreutz die Arbeiten als wunderbares Handwerk.

Kunstliebhaber können die Ausstellung „Blumen der Wüste“ mit Webkunst aus Ägypten im Seniorenzentrum St. Elisabeth in Münnerstadt täglich während der allgemeinen Besuchszeiten besichtigen.

   

Artikel aus der Saalezeitung vom 22.03.2011

Liebenswertes und rätselhaftes Münnerstadt

AUSSTELLUNGSERÖFFNUNG
Lebhaftes Interesse an Fotoausstellung im Seniorenzentrum St. Elisabeth

22032011Kultur Münnerstadts im Bild: Toni Hiller stellt bis 10. April in der Kleinen Galerie im Seniorenzentrum St. Elisabeth 20 Exponate zur Schau, bestehend aus rund 80 Fotografien und Reproduktionen vom alten Mürscht und dem heutigen Münnerstadt.
Foto: Breitenbach

Münnerstadt - Auf lebhaftes Interesse stieß die Eröffnung der Fotoausstellung vom Freundes- und Unterstützerkreis St. Elisabeth in der „Kleinen Galerie" des Seniorenzentrums. Unter dem Titel „Liebenswertes und rätselhaftes Münnerstadt" sorgte sie für viel Diskussionsstoff unter den Besuchern. Die Vorsitzende des Förderkreises, Friedel Keller, hatte in intensiver Vorarbeit alte Aufnahmen gesammelt, mit Unterstützung von Karl Beudert, Toni Hiller und Christa Kühn. Hiller hatte zusätzlich per Diaschau ein Rätselquiz vorbereitet.

Recht bald entwickelten sich rege Gespräche und Fragen beim Betrachten der Bilder. Gab es doch viele nicht mehr existierende Gebäude, wie die Marienkapelle, die Gasthäuser „Adler", das Cafe Krenig oder „Zum Löwen", das Untere Tor, das Kriegerdenkmal, das Geschäft Oestreicher, das Schwesternhaus und das Armenhaus, der ehemalige Weigandskeller mit Tanzsaal - jetzt Auferstehungskirche.

Ebenso die ehemaligen Kreuzwegstationen vom Friedhof oder die Altäre der Stadtpfarrkirche vor der Bombardierung, die ehemalige Kanzel darin, sorgten für Überraschungen.

Viele Besucher kannten diese Denkmäler noch, viele nicht mehr. Es entwickelte sich in der Ausstellung eine lebhafte Diskussion mit Erinnerungen an eigene Erlebnisse.

Vergängliche Zeit

Friedel Keller erinnerte in ihrer Begrüßung an die Bedeutung einer Fotografie und ihre Botschaft, als eine Art Trauer über eine vergängliche Zeit mit dem Bedürfnis, Augenblicke festzuhalten, jedoch als ein Bildnis, das man länger als eine Sekunde anschaue. Der Beobachter konnte sich selbst davon überzeugen, wenn gerätselt, nachgefragt, etwaige Unsicherheiten bestätigt wurden.
Toni Hiller gab noch in einer Diaschau Gelegenheit, beim Gang durchs Städtchen auf viele Details hinzuweisen, wo sich erst beim zweiten Hinschauen versteckte Kostbarkeiten offenbaren, wenn Plastiken, Jahreszahlen, Reliefs, Säulen und Schriftzüge an Hauswänden, Türen und Torbogen oft überraschende Erkenntnisse bringen, an denen man im Alltag achtlos vorbeiläuft oder sie nicht einmal bemerkt.
Es gab ebenso auch Einblicke, wo restauriert wurde, derzeit ein Restaurierung ansteht - oder das Zeugnis aus der Vergangenheit mehr und mehr zerfällt. Viele begleitende Kommentare drängten beim Rätselspaß mit eigenen Erinnerungen oder gar zu bisher Unbekanntem. Dankbaren Beifall gab es dafür, zugleich als Anerkennung für den Fotografen, der die kleinen Geheimnisse lüften half. Ein Besuch in den nächsten Wochen lohnt sich allemal. meb

Foto: Hubert Breitenbach
   

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